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Kolumne Post aus Dresden
Ein Prozentvom Ball

Christine Keilholz
Christine Keilholz FOTO: Sebastian Schubert / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Können Sie tanzen? Haben Sie noch ein paar hundert Euro übrig? Haben Sie Lust auf einen Abend mit 2500 gut gekleideten Menschen? Und nächsten Donnerstag noch nichts vor? Dann ab zum Semperopernball nach Dresden. Denn es sind noch Karten übrig. Von Christine Keilholz

Zu 99 Prozent ist der diesjährige Ball ausverkauft, ließen die Veranstalter neulich wissen. Der Dresdner Semperopernball ist ein Schickimicki-Event, das andere Städte auch gern hätten. Geschafft hat das aber nur Wien. Geputztes Volk treibt sich den roten Teppich auf und ab. Damen in Kunstseide, Herren in geborgten Fracks. Die Debütanten haben lange geprobt. Es moderieren Sylvie Meis und Guido Maria Kretschmer. RTL geht am Eingang auf Promijagd, der MDR überträgt live bis zum letzten Drink. Um Mitternacht spielt André Rieu auf. Da heißt es, dabei sein!

Wer was auf sich hält, lässt sich einmal beim Ball blicken. Wladimir Putin war mal da, Roger Moore, Königin Silvia von Schweden. Dann gibt es noch die, die jedes Jahr kommen, wie Roberto Blanco oder Kurt Biedenkopf mit Gattin Ingrid. Unter diesen Vips könnten Schnellentschlossene sitzen, denn an den teuren Tischen sind noch Plätze frei. Die kosten allerdings mehr als 2000 Euro. Wer gut zu Fuß ist, für den reicht auch eine Flanierkarte, damit darf man für 325 Euro am Rand stehen.