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| 20:22 Uhr

Kommentar
Kulturland braucht Landwirte

 Jan Siegel
Jan Siegel FOTO: LR / Sebastian Schubert
Landwirte in der Lausitz sind Kummer gewohnt. Heiße und trockene Sommer mussten sie hier schon von jeher immer wieder überstehen, genau wie eisige Winter. Und klar, es war in der Vergangenheit oft so, dass auf Dürrejahre auch wieder Regensommer folgten. Von Jan Siegel

Im Grundsatz wird es in Zukunft (hoffentlich) auch so bleiben.

Man braucht aber kein weltfremder Klima-Hysteriker zu sein, um angesichts der aktuellen Entwicklungen zu ahnen, dass tatsächlich für die Lausitzer Landwirtschaft strukturell etwas getan werden muss. Noch immer schleppt die Region das dramatische Niederschlagsdefizit des Jahres 2018 hinter sich her, und die Aussichten der nächsten Zeit sind ideal nur für Ferienkinder und Touristen – heiter, warm und trocken.

Es ist daher keine Panikmache, sondern eine gute Idee, wenn vorhandene Graben- und einfache Wasserrückhaltesysteme systematisch reaktiviert würden. Nötig sind dafür bisher fehlende rechtliche Bewirtschaftungsregeln, ein regionales Wassermanagement. Davon profitieren wir. Eine Kulturlandschaft ohne Landwirtschaft funktioniert nämlich nicht.
⇥jan.siegel@lr-online.de