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| 17:21 Uhr

Kommentar
Die BTU braucht ein Bekenntnis

 Jan Siegel
Jan Siegel FOTO: LR / Sebastian Schubert
Cottbus. Es ist nicht einfach, den Überblick zu behalten. Denn manche Hochschulpolitiker in Brandenburg sind begnadete Verschleierungsstrategen. Da kommen Signale aus der Lausitzer Uni, dass dort das Geld nicht reicht. Von Jan Siegel

Wer versucht, die Notlage zu ergründen, wird regelmäßig wortreich zugeschüttet mit der Auflistung zweistelliger Millionensummen und mindestens genauso millionenschweren Visionen. Am Ende klingt meist alles super – bis zum nächsten Hilfeschrei!

Tatsache ist: Die BTU kriecht auf dem Zahnfleisch, betrachtet man die aktuelle Finanzlage. Dafür gibt es zwei wesentliche Gründe. Wegen dürftiger Studentenzahlen muss die Uni faktisch Geld aus dem Hochschulpakt zurückzahlen, weil allzu optimistische Prognosen nicht eingetreten sind.

Zugleich läuft an der BTU der Umbau. Vieles wird neu aufgebaut, manches beerdigt. Die Folge: Doppelstrukturen, weil langjährige Mitarbeiter nicht gefeuert werden.

Wer die Zukunft der Lausitz nach der Kohle auch in einem Wissenschafts- und Forschungsstandort sieht, darf nicht kleinkariert kleckern, sondern muss mutig klotzen. Die BTU muss Sehnsuchtsort für ehrgeizige Wissenschaftler werden und darf nicht eine unterfinanzierte Lehranstalt mit Dauerbettelkompetenz bleiben.