ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:31 Uhr

Die SPD
Auf zum Marathon

 Günther Marx
Günther Marx FOTO: MOZ
Der sächsische SPD-Landesvorsitzende Martin Dulig hat es auf den Punkt gebracht. Er hält das Spitzenpersonal seiner Partei für ziemlich ausgebrannt. Das ist das Problem der SPD, eines von vielen. Wen wundert es da, dass von denen, die sich zu Wort melden oder immer wieder „gehandelt“ werden, etliche sagen: ich nicht, weder allein noch im Tandem.

So bleibt der Kreis potenzieller Bewerber um die Nachfolge von Andrea Nahles überschaubar. Das erste Ergebnis des jetzt geplanten aufwendigen Findungsprozesses wird eine intensive Beschäftigung der SPD mit sich selber sein. Nicht klar ist dabei, ob es, wie erhofft, die Partei belebt oder vor sich selber grausen lässt. Der Bewerbungsmarathon grenzt an Masochismus. Hat darauf jemand Lust?

Es sieht nicht gut aus für die SPD, auch wenn die Genossen gerne auf ihre lange Geschichte verweisen und daraus ableiten, auch in Zukunft gebraucht zu werden. Es klingt nach Verzweiflung. Die Partei sucht Halt an Zeitplänen und Verfahren. Bloß niemandem Anlass zur Beschwerde liefern! Doch Zeit hat sie eigentlich nicht mehr. Im Herbst wird im Osten gewählt.

 ⇥politik@lr-online.de