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Der Spaßvogel, das Vorbild

Oliver Haustein-Teßmer, Chefredakteur LR
Oliver Haustein-Teßmer, Chefredakteur LR FOTO: Michael Helbig
So geht es also auch. Bescheiden ist Lukas Podolski (31), einer der besten Fußballer Deutschlands, als Nationalspieler zurückgetreten. Oliver Haustein-Teßmer

"Und es war mir eine Ehre", hat er getwittert. Eine Ehre, 129-mal im DFB-Trikot gespielt, 48 Tore für das bundesdeutsche Team erzielt zu haben.

Dabei hat der Fußball, haben die Fans, ihm viel zu verdanken, dem Weltmeister und zuletzt EM-Halbfinalisten ohne Einsatz auf dem Rasen. Manche haben ihn als Maskottchen verspottet. Zu Unrecht, denn ohne spaßbereite Teamgeister mit Bewusstsein für Außenwirkung kannst Du gar nichts gewinnen.

Viele könnten sich von Poldi eine Scheibe abschneiden. Unser Cottbuser Goldjunge in Rio, Christoph Harting, weiß das bestimmt. Und ja, auch Jogi Löw, der Bundestrainer, bei dem niemand häufiger als Lukas Podolski für Länderspiele aufgestellt worden ist, ebenso. Ist Löws Ära nicht ebenfalls vorbei, wie die von Bastian Schweinsteiger und Poldi? Löw hat alles erreicht. Nun hätte er Zeit für andere Dinge. Geeignete Nachfolger gäbe es genug - und das nicht nur in der Fußball-Bundesliga.

oliver.haustein-tessmer@lr-online.de