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Der kleine und der große Wurf

ChristianTaubert
ChristianTaubert FOTO: LR
Die Abgeordneten im Potsdamer Landtag haben die Wahl: Wollen sie die drei gekappten Bahnhalte Kolkwitz, Kunersdorf und Raddusch halbherzig wieder anfahren? Wollen sie Steuermittel dafür ausgeben, dass parallel zum stündlich an den drei Lausitz-Halten vorbeirauschenden RE 2 zusätzlich (im Zwei-Stunden-Takt) ein Spreewald-"Express" von Cottbus bis Lübben fährt – um von dort per Regionalbahn Berlin zu erreichen? Oder folgen sie den Ergebnissen einer Studie, die die Betroffenen in Auftrag gegeben haben? Danach braucht die mit fast 400 Kilometern längste RE-Linie ein neues Korsett. Die Aufsplittung der Linie in Cottbus – Berlin-Charlottenburg und Wismar – Berlin-Ostbahnhof steht zur Debatte.

Übrigens schon seit Jahren, ohne ernsthaft geprüft worden zu sein.

Fazit: Der kleine Wurf löst das Versprechen der Ministerin ein, die drei Lausitz-Halte wieder ganztägig anzufahren. Um jedoch zugleich die gesamte RE 2-Linie zu stabilisieren, pünktlich und zuverlässig zu machen - dafür braucht es einen großen Wurf.