ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 21:48 Uhr

Post aus Berlin
Die rote und die schwarze Null

Stefan Vetter
Stefan Vetter FOTO: LR / Redaktion
Eigentlich sei Schwarz auch nur „ein ganz, ganz dunkles Rot“. So hat es der einstige SPD-Chef Franz Müntefering einmal formuliert. Und sein Parteifreund, der neue Bundesfinanzminister Olaf Scholz, hat das bis heute tief verinnerlicht. Aus der schwarzen Null ist ja bekanntlich eine rote Null geworden. Oder anders gesagt: Was Wolfgang Schäuble erstmals seit rund vier Jahrzehnten mit einem Bundeshaushalt ohne neue Schulden gelang, setzt sein Nachfolger Scholz nun schnörkellos fort.

Die kolossale Bedeutung dieses finanzpolitischen Erbes macht sich auch daran fest, dass bei Schäubles Abschied als Kassenwart der Nation alle Mitarbeiter auf dem Hof des Bundesfinanzministeriums an der Berliner Wilhelmstraße Aufstellung genommen hatten – und zwar in Form einer großen schwarzen Null. Ein Foto von dieser symbolträchtigen Nullnummer hängt in Schäubles neuem Bundestagspräsidenten-Büro.