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| 02:44 Uhr

Das BER-Drama geht weiter

Imtech ist für den BER so etwas wie marode Großbanken für die Euro-Zone auf dem Höhepunkt der Finanzkrise. Ein Totalausfall des Großauftragnehmers würde die Eröffnung des Pannenflughafens auf den Sankt-Nimmerleinstag verschieben.

Das muss man zur Kenntnis nehmen.

Systematisch hatte die Firma offenbar darauf hingearbeitet und in der Vergangenheit ihr Erpressungspotenzial auch bereits erfolgreich ausgespielt. Inzwischen bekannte Korruptionsfälle waren nur eine Folge davon.

Das alles ist nicht neu, sondern seit langer Zeit bekannt.

Die BER-Aufsichtsräte und wechselnden Geschäftsführungen haben das seit Jahren gewusst und es nicht geschafft, die Firma von der Baustelle zu eliminieren. Zugegeben: Das wurde von Jahr zu Jahr auch immer schwieriger, denn Imtech hat einen Großteil der Expertise auf ihrem Fachgebiet eingestellt und "aufgesaugt". Damit wurde die Keule immer größer, mit der die Imtech-Verantwortlichen winken konnten, wenn die unter Druck stehenden BER-Manager nicht nach ihrer Pfeife tanzten.

Das Drama um den BER dürfte damit weitergehen.

jan.siegel@lr-online.de