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| 02:34 Uhr

Dann lieber die Dicken mit Wurst

Nick Tschiller ermittelt.
Nick Tschiller ermittelt. FOTO: dpa
Til Schweiger polarisiert. Glaubt man dem Schauspieler, dann war sein Doppel-Tatort zum Jahresauftakt das Beste, was Deutschlands Krimi-Fans je gesehen haben. Bodo Baumert

Kritiker und Zuschauer sehen das allerdings anders. Nur 7,69 Millionen wollten den vierten Teil der Nick Tschiller-Saga sehen. Für den Tatort ist das ein schwacher Wert. Der Bergdoktor im ZDF hatte parallel fast genau so viele Seher.

Im Internet und bei Kritikern fiel die Bewertung des Tatorts "Fegefeuer" gemischt aus. Manchen was es zu viel Action, anderen eine gelungene Abwechslung in der Tatort-Reihe. Für Schweiger ist das offenbar schon zu viel Kritik. Er lederte am Montag via Facebook zurück: "Andere verschwenden das Budget für zwei moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen oder ein Bier vor einem bayerischen Imbiss zocken", lästerte Schweiger und erklärte seinen Tatort gleich mal zu einem "Stück deutscher Fernsehgeschichte".

Das hätte es werden können, wenn die ARD mutiger gewesen wäre. Ursprünglich sollte nämlich der Sonntags-Tatort mit einem Knaller beginnen: Die im Film gezeigte Geiselnahme während der Tageschau sollte direkt an die echte Tagesschau gesendet werden - mit der gleichen Moderatorin und ohne Tatort-Vorspann. Die Fernsehbosse fürchteten aber offenbar, Zuschauer könnten das zu ernst nehmen. Auch bei ihnen bleibt Til Schweiger wohl der ewig Missverstandene.

bodo.baumert@lr-online.de