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| 05:15 Uhr

Kommentar
Cottbus schadet sich nachhaltig selbst

FOTO: Steffen Rasche / LR
Gewaltbereite Flüchtlinge und ausländerfeindliche Deutsche – Cottbus bleibt in den Negativschlagzeilen. Und das schadet der Stadt im Zentrum der Lausitz nachhaltig. Das hat die jüngste Vergangenheit bewiesen: Der Name Hoyerswerda wird nach den Brandsätzen auf ein Flüchtlingsheim im Jahr 1991 vor Beifall bekundenden Zuschauern bis heute bundesweit zuerst mit diesen Gewalttaten verbunden. Von Kathleen Weser

Jetzt wird Cottbus wahrgenommen als Hochburg straffälliger Syrer. Unverantwortlich handelnde Politiker leisten einen entscheidenden Beitrag dazu. Die Beruhigungspille aus Potsdam, der Stadt derzeit keine neuen Flüchtlinge zuzuweisen, haben die Cottbuser dankbar geschluckt. Dabei ist sie wirkungslos. Denn die Stadt ist der frei gewählte Wohnort anerkannter und geduldeter Asylbewerber. Und die waren als Neubürger willkommen, als sie Cottbus mit zu dem Einwohnerwachstum verhalfen, das den Großstadt-Status sichern half. Zur Wahrheit gehört ebenso, dass weder Diebstähle noch der mangelnde Respekt vor der deutschen Staatsmacht ausländerspezifisch sind. Auch in Cottbus.