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| 10:25 Uhr

Kommentar zum Lausitz-Dialog
Kohle, Machtund Augenmaß

Christian Taubert
Christian Taubert FOTO: LR / Sebastian Schubert
Der Saarländer Peter Altmaier hat am Montag in der Lausitz Mut gemacht. Mut, dass es ab heute in der Strukturkommission beim Bund nicht zuerst um ein Kohleausstiegsdatum gehen wird. Der Minister hat vielmehr versichert, dass neue Jobs, neue Strukturen vor dem Abschalten von weiteren Kraftwerksblöcken stehen. Von Christian Taubert

Damit hat er sich weit aus dem Fenster gelehnt. Er hat sogar gesagt, dass kein Kumpel gegen seinen Willen den Arbeitsplatz verlieren soll. Und dies damit begründet, dass hier kein wettbewerbsbedingter Jobabbau stattfindet, sondern staatliche Entscheidungen in langfristig bestätige Kohlepläne eingreifen. Es geht also auch um Vertrauen. Vertrauen der Unternehmen und der Menschen in den Regionen in Politik. Altmaier hat das in Schwarze Pumpe dargelegt, als käme er von hier. Nein, aber er hat den Niedergang von Kohle und Stahl an der Saar mit einhergehenden sozialen Verwerfungen miterlebt und zieht seine Konsequenzen. Da könnte der richtige Mann, zur richtigen Zeit an einer Position sitzen, wo Entscheidungen mit Augenmaß gefragt sind.