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| 20:14 Uhr

Kommentar
Ministerin Schneider im Spagat

 Jan Siegel
Jan Siegel FOTO: LR / Sebastian Schubert
Es ist ein ausgeklügelter Plan, der den Anwohnern an der B169 zwischen Cottbus und Senftenberg ein bisschen mehr Ruhe verschaffen soll. Die Strecke wird nicht gesperrt, sondern zur Sackgasse erklärt.

Das klingt ein bisschen nach Egon Olsen. Hoffen wir mal, dass die Idee nicht so ausgeht wie alle „mächtig, gewaltigen Pläne“ der legendären Olsenbande.

Verkehrsministerin Kathrin Schneider versucht auf diese Weise den Spagat hinzubekommen zwischen einem Lkw-Totalverbot und der grundsätzlichen Erreichbarkeit der Region. Schließlich handelt es sich um Drebkau und Neupetershain nicht um eine menschenleere Einöde. Kritisiert wird Schneiders Plan jetzt von zwei Seiten. Die Lkw-Lobby will freie Fahrt, die Anwohner totale Ruhe. Nichts von beidem gibt es jetzt.

Aber der Schritt ist mehr als überfällig. Die Anwohner haben in langen Gerichtsverfahren mehr Ruhe erstritten. Wer das ignoriert, untergräbt den Glauben an die Rechtsordnung. Und das darf niemand wollen.
jan.siegel@lr-online.de