| 22:22 Uhr

Die Region braucht Einstimmigkeit
Dirigent für die Lausitz gesucht

Jan Siegel
Jan Siegel FOTO: Sebastian Schubert / LR
Ganz schön viel Post, die aus der Lausitz jetzt bei den Jamaika-Sondierern in Berlin ankommt. Nach der Lausitzrunde und der Industrie- und Handelskammer, ist am Dienstag ein dritter Brief in die Hauptstadt geflattert. Jan Siegel

Absender ist die Wirtschaftsregion Lausitz. Sie ist Produkt einer lautlosen Metamorphose der einstigen Energieregion Lausitz – ein Konstrukt, an dem alle Südbrandenburger Landkreise beteiligt sind und über deren Sinn und Schlagkraft vor Ort unterschiedliche Einschätzungen kursieren. Das Spektrum reicht von „Quasselbude“ bis hin zu „wirksames Instrument“.

Wie auch immer: Der rege Briefverkehr zeigt einmal mehr ein Dilemma, an dem der Wille zum wirtschaftlichen Strukturwandel in der Lausitz immer noch krankt. Es ist die Vielstimmigkeit der Akteure, die die Empfänger der Briefe schon in der Vergangenheit immer wieder verwirrt hat. Es fehlt der starke Dirigent. Denn mehr Gleichklang würde den Chor aus der Lausitz stimmgewaltiger durchdringen lassen.
jan.siegel@lr-online.de