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| 19:29 Uhr

Bloch-Witz
Aber gleich würde es so weit sein

 Peter Blochwitz
Peter Blochwitz FOTO: LR / Sebastian Schubert
Puh, Weihnachten!“, stöhnte der Mann. Aber jetzt war es ja fast vorbei. Für heute ... Von Peter Blochwitz

Er hatte die Wohnung auf Vordermann gebracht – so gut er es vermochte, den Baum geschmückt, den Sekt kalt gestellt, die Kartoffeln geschält, den Tisch gedeckt,  – und plötzlich war ihm eingefallen, dass er ja noch ein paar Geschenke einpacken musste. Möglichst, bevor die Liebste von der Arbeit kam!

Und dann hatte es das volle Programm gegeben: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ – nicht zu knapp! Dazu Sekt, obwohl er immer Kopfschmerzen von dem Zeug kriegte. Zwischendurch Bescherung, die zum Glück keine  größeren Enttäuschungen bescherte.  Schließlich Weihnachtslieder-Sendungen im Fernsehen bis zum Abwinken, und nun bekam er diese verdammten Christmas-Songs nicht mehr aus dem Kopf – schlimmer noch: Sie jagten sich da drin, überlagerten sich! Fürchterlich!

Aber jetzt war es so weit. Gleich würde er sich einen ordentlichen Whisky genehmigen und den „Rambo“-Film knallen lassen.

Aber natürlich erst, nachdem er den Geschirrspüler ausgeräumt hatte.