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Berlin-Post
Die Groko und „Herr Wichtig“

Stefan Vetter
Stefan Vetter FOTO: Redaktion / LR
Meinung Von Stefan Vetter

Erstens kommt es anders und zweitens, na, Sie wissen schon. Mittlerweile schwant das auch der SPD. Von wegen kraftvolle Opposition – mit einiger Wahrscheinlichkeit wird sich die Partei wohl erneut in der Groko wiederfinden. Das eröffnet ganz neue Job-Perspektiven. Mancher war da zu voreilig. Thomas Oppermann zum Beispiel. Der ehemalige SPD-Fraktionschef hat sich bekanntlich den Posten eines Bundestagsvizes gesichert. Ob der Niedersachse genauso scharf darauf gewesen wäre mit der Aussicht, auch Bundesminister werden zu können, darf man getrost bezweifeln. Aber nun ist es, wie es ist. Ganz anders Sigmar Gabriel. Den hatte unsereiner schon politisch abgeschrieben, so als Außenminister auf Abruf. Seine eigene Frau tat das übrigens auch: Ob er sich bereits daran gewöhnt habe, „nicht mehr Herr Wichtig zu sein“, hat Anke Gabriel nach eigenem Bekunden ihren Gatten gleich nach der verpatzten Bundestagswahl geärgert. Doch als die Jamaika-Verhandlungen geplatzt waren, simste sie ganz aufgeregt: „Sag nicht, es geht weiter.“ Tja, gut möglich, dass „Herr Wichtig“ weiter wichtig bleibt.