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| 05:15 Uhr

Kolumne
Wie geplant so geplatzt

FOTO: Redaktion / LR
Als die Bundesregierung noch in Bonn am Rhein saß, war der Auflauf bei normalen Pressekonferenzen vergleichsweise übersichtlich. Drei, vier Kameras und Fotografen, ein örtlicher Radiosender und eine Handvoll Presseleute, das war’s meistens.

Das Internet spielte noch keine Rolle. Folglich kannte man damals auch keine Online-Medien. Das hat sich gründlich geändert. In Berlin verhält sich der Medienauflauf inzwischen nicht selten umgekehrt proportional zur Bedeutung der einschlägigen Veranstaltungen. Aber es gibt auch noch überraschende Ausnahmen von der Regel. So geschehen vor ein paar Tagen, als die amtierende Arbeitsministerin Katarina Barley die neuesten, aber mitnichten spektakulären Zahlen vom Arbeitsmarkt öffentlich kommentieren wollte. Also wurde ein Pressetermin anberaumt, zu dem jedoch praktisch kein Pressevertreter erschienen war. Nur ein Fotograf verlor sich im weiten Raum – worauf der Auftritt der SPD-Frau kurzerhand abgeblasen wurde. Denn bewegte Bilder sollten es schon sein. Wirklich vermisst hat das Statement von Frau Barley allerdings keiner.