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| 20:28 Uhr

Kolumne
Bauen für die Ewigkeit

 Benjamin Lassiwe
Benjamin Lassiwe FOTO: LR / Redaktion
Mit Bauprojekten hat Brandenburg so seine Erfahrungen. Ein prägnantes Beispiel findet sich im Südosten Berlins: Eine Ruine, einst als Flughafen geplant. Vor Jahren sollte sie mit einem großen Festakt eröffnet werden.

Zur Erinnerung an den Termin wurden geknotete Taschentücher verschickt, Limo-Flaschen mit dem Logo des geplanten Großprojektes produziert. Und von Flugzeugen am BER gibt es weiter keine Spur.

Ähnliches erlebt gerade die Potsdamer Staatskanzlei mit Raum 150, in dem die Pressekonferenzen des Regierungssprechers stattfinden. Wichtige politische Entscheidungen werden von hier bekannt gegeben. Zurzeit wird der Raum modernisiert. Im November hatten die Bauarbeiten begonnen und eigentlich sollte die neue Technik längst wieder einsatzbereit sein. Doch wie so oft bei Bauarbeiten: Irgendetwas funktioniert nicht.

Als am Donnerstag Staatssekretärin Daniela Trochowski die neue Förderrichtlinie für „Kunst am Bau“ vorstellte, war der Presseraum immer noch nicht einsetzbar. Der Medientermin fand im Raum gegenüber statt. Die neuen Monitore seien noch nicht geliefert worden und es gebe Probleme mit der Kabelage, hieß es am Rande des Termins.

Aber vielleicht geht es ja auch gar nicht mehr um irgendwelche Umbauarbeiten: Vielleicht wird mit der Wiedereröffnung des Pressekonferenzraums auch einfach nur bis nach den Landtagswahlen gewartet. Denn was würde zu einem neuen Hintergrundbildschirm eigentlich besser passen, als ein neuer oder wiedergewählter Ministerpräsident?