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Kommentar
B 169: Kein Mut zum Lärmschutz

Christian Taubert
Christian Taubert FOTO: Sebastian Schubert / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Meinung Sicher, der Spree-Neiße-Kreis ist um diese Abwägung nicht zu beneiden. Er muss in Sachen Lärmschutz an der B 169 Belange der Anwohner und der Wirtschaft möglichst unter einen Hut bringen. Von Christian Taubert

Einmal ist der Behörde bereits die Antwort an eine Klägerin in Klein Oßnig vom Verwaltungsgericht Cottbus um die Ohren geflogen. Doch die eklatante Niederlage – die übrigens auch Oberspreewald-Lausitz im Fall Allmosen eingefahren hat – hält die Behörde nicht davon ab, nicht mehr als einen Blitzer zur Kontrolle von Tempo 30 in Klein Oßnig anzubieten. Dagegen können sich die Anrainer, wenn aus dem Entwurf ein rechtsgültiger Bescheid geworden ist, nur erneut zur Wehr setzen. Denn die Lärmbelastung sinkt durch den Blitzer nicht um ein Dezibel. Es wenigstens zu versuchen, den Lkw-Transit- und Durchgangsverkehr auf die Autobahn zu zwingen, fehlt auch diesem Bescheid der Mut. Oder, wie ist es sonst zu erklären, dass in anderen Bundesländern Lkw-Fahrverbote in gleich gelagerten Fällen für Bundesstraßen erlassen werden? An der B 169 aber Brummis Vorfahrt vor dem Lärmschutz für Anwohner haben.