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| 20:50 Uhr

Kommentar
Erst die Idee, dann der Gewinn

 Jan Siegel
Jan Siegel FOTO: LR / Sebastian Schubert
Das sind ja mal ein paar ganz großartige Ideen, die die Chefs der deutschen Autokonzerne in dieser Woche in ihren Aktentaschen mit ins Kanzleramt geschleppt hatten: Der Staat – also wir alle – investiert Milliarden in neue Ladesäulen und verdoppelt die Kaufprämien für teure Elektroautos. Von Jan Siegel

Und die Autokonzerne – nicht dumm – verteuern ihre Autos mit konventionellen Antrieben (Benzin, Diesel), damit die teuren, staatlich subventionierten Batterie-Vehikel alternativlos werden. Gekniffen sind pendelnde Mindestlohnempfänger in der (ostdeutschen) Provinz. So werden Kosten vergesellschaftet, damit die privaten Gewinne ungekürzt fließen.

Die Rechnung: „Elektro statt Diesel plus bayerische Flugtaxis multipliziert mit Berliner Elektro-Tretrollern“, geht nicht auf. Die Autohersteller müssen, statt nur auf billige asiatische Batteriezellen zu setzen, mit viel mehr Hirnschmalz nach diversen Antriebsalternativen suchen. Und der Staat muss in einen leistungsfähigen öffentlichen Verkehr investieren, damit es auch in der Provinz realistische Alternativen zum Auto gibt.

jan.siegel@lr-online.de