ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:06 Uhr

Aus der Not lernen

Die Sandböden in der Lausitz sind schon unter normalen Witterungsbedingungen nicht leicht zu bewirtschaften. Extreme Trockenheit wirkt sich in der Region besonders drastisch aus. Schnelle und vor allem unbürokratische Hilfe ist notwendig, um existenzielle Bedrohungen abzuwenden.

Nur darum kann es bei den Dürre-Notprogrammen gehen.
Wiederholt mussten die Landwirte in den vergangenen Jahren Ernteeinbußen und Einnahmeverluste durch Wetterkapriolen hinnehmen. Erinnert sei nur an das Elbe-Hochwasser vor einem Jahr mit hohen Schäden auch im Raum um Mühlberg und in der Region um Jessen.
Not aus Katastrophentöpfen zu lindern, ist allerdings ein kurzfristiges Konzept. Auf Dauer hilfreich ist es nicht. Warum eigentlich streiten sich Politik und Bauernverbände seit mehreren Jahren um die Finanzierung einer Versicherung, die Verluste aus Dürre, Flut oder Sturm ausgleicht? Dabei ist sicher, dass das nächstes Unwetter kommt. In den USA ist ein Versicherungsschutz gegen Verluste durch Naturgewalten kein Thema mehr.
Bauern und Wissenschaftler müssen auch darüber nachdenken, wie sie auf mögliche Klimaveränderungen mit heißeren Sommern und trockneren Wintern reagieren. Es ist ein langfristiger Prozess, neue und widerstandsfähigere Kulturen etwa aus dem Süden Europas in unserer Region ertragreich anzusiedeln.
Aus der Not lernt, wer sich heute damit beschäftigt. Weit fortgeschritten ist dieser Lernprozess noch nicht.