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| 01:08 Uhr

Augen offen halten

Der Lausitzer Arbeitsmarkt ist so tot wie der Zentralfriedhof von Chicago. Abzocker haben da leichtes Spiel.

Guter Verdienst für wenig Aufwand bei freier Zeiteinteilung - welcher Arbeitslose würde sich angesichts der Arbeitsmarktlage solch eine Stelle nicht wünschen„ Und wenn der Weg zum Traumjob mit ein paar Unkosten gepflastert ist, was soll's.
So zahlt manch Job-Sucher in der Region an vermeintliche Arbeitgeber in spe frohen Mutes vorab Gebühren für „Informationsmaterial“ und ähnliche Luftnummern. Oder er lässt sich wie von der Firma Phönix zu einem Eintrag in eine Internet-Job-Börse überreden, der offensichtlich sein Geld nicht wert ist.
Das kann Ihnen nicht passieren“ Leider doch. Denn Not macht oft leichtgläubig. Und die Abzocker wissen daraus mit immer dreisteren Maschen Kapital zu schlagen.
Das Geschäft mit dem Elend und der Hoffnung anderer ist moralisch höchst verwerflich. Strafrechtlich ist diese Beutel-schneiderei aber in der Regel nicht verfolgbar. Jetzt nach schärferen Gesetzen zu rufen, wäre populär. Es bringt aber nichts. Ohnehin ist der gesunde Menschenverstand ein viel schärferes Schwert im Kampf gegen diese Abzocker.
Generell gilt: Wenn vorab Geld überwiesen werden muss, ist etwas faul. Dann sollte man davon die Finger lassen. Das trifft die Beutel-schneider an ihrer empfindlichsten Stelle: in ihrem eigenen Geldbeutel.