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| 19:35 Uhr

Kommentar zu Personaluntergrenzen im OP
Anspruch auf Qualität

 Hajo Zenker
Hajo Zenker FOTO: MOZ
Wer einen Schlaganfall erleidet, muss darauf vertrauen können, dass ihm sehr schnell, sehr professionell geholfen wird. Dazu gehört, dass in der Klinik genügend qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Von Hajo Zenker

Wie viel Pflegepersonal es dazu genau braucht, sollten Krankenhäuser und Krankenkassen klären.

Geklappt hat das nicht. Die Verhandlungen zur Schlaganfallbehandlung, aber auch zu den Bereichen Neurologie und Herzchirurgie, sind krachend gescheitert. Das hatte es zuvor bereits in vier anderen Bereichen, darunter der Intensivmedizin, gegeben. Weshalb Gesundheitsminister Jens Spahn dort bereits Personaluntergrenzen festgelegt hat. Das wird nun auch für die nächsten drei Bereiche erfolgen. Um Mindeststandards zu sichern.

Spahn hat dabei noch etwas anderes im Blick: Bundesweit gesehen gibt es zu viele Kliniken – von denen zu viele zu wenig können. Bereits die Untergrenzen in der Intensivpflege haben bewirkt, dass ein Drittel der Kliniken Betten schließen musste. Mit weiteren Untergrenzen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Kliniken komplett schließen. Und das frei werdende Personal anderswo die Lage verbessern kann.

politik@lr-online.de