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| 17:27 Uhr

AfD-Parteitag
Parteitagsreden

Benjamin Lassiwe
Benjamin Lassiwe FOTO: LR / Redaktion
Das ist wohl die Angst vor einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz: Auf dem Parteitag in Brandenburg (Havel) spickten sowohl der Fraktionschef der AfD im Potsdamer Landtag, Andreas Kalbitz, als auch der Ehrenvorsitzende der Brandenburger AfD, Alexander Gauland, ihre Reden mit Aussagen, in denen sie für die Demokratie und die Abgrenzung von Nationalsozialisten warben. Von Benjamin Lassiwe

Doch wer aus Sicht der AfD eigentlich ein Nazi ist, wurde selbstverständlich nicht gesagt. Meinte Gauland etwa die Herren Höcke oder Poggenburg? Die Pegida-Demonstranten oder die Mitglieder des Zukunft Heimat-Vereins? Wohl kaum. Und auch seine eigenen Aussagen waren in den vergangenen Monaten und Jahren nicht eben von großer Distanz zu rechtsextremen Positionen geprägt. Weswegen die Reden auf dem Parteitag in Brandenburg an der Havel wohl getrost als das betrachtet werden dürfen, was sie waren: Parteitagsreden, gut gefüllt mit heißer Luft. Dass die AfD ihre fremdenfeindlichen und zuweilen auch rechtsradikalen Positionen freiwillig räumt, ist jedenfalls vorerst nicht erwartbar.