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| 17:57 Uhr

Journalisten-Protest gegen AfD
Für die Freiheit der Presse

Oliver Haustein-Teßmer
Oliver Haustein-Teßmer FOTO: LR / Sebastian Schubert
Cottbus. Keine politische Partei darf unliebsame Journalisten einfach ausgrenzen. Deswegen ist es richtig, dass Journalisten in Brandenburg Solidaridät mit einem Kollegen der Bild-Zeitung zeigen, dem die AfD das Fragen verbieten will. Von Oliver Haustein-Teßmer

Bohrende Fragen von Journalisten findet kaum ein Politiker toll. Aber die AfD ist besonders schnell beleidigt. Reporter sind von Parteitagen ausgeschlossen und bei Veranstaltungen der Partei zeitweise vor die Tür gesetzt worden. Eine neue Qualität: Die AfD-Landtagsfraktion in Brandenburg hat einem Kollegen der Bild-Zeitung das Fragen verboten.

Daraufhin haben sich alle anwesenden Vertreter anderer Medien von einer Pressekonferenz verabschiedet. Das ist ein notwendiger Akt der Solidarität: Wer unliebsame Journalisten ausgrenzt, darf keine Bühne für seine Themen bekommen. Das gilt für alle Mandatsträger jeglicher Couleur. Die demokratischen Medien tragen zur freien Information und Meinungsbildung bei. Dies setzt voraus, dass alle Medienvertreter, die das wünschen, bei den Pressekonferenzen der gewählten Parteien Auskunft erhalten.

Wenn die Brandenburger AfD dies respektiert, wäre das ein Anfang zum professionellen Miteinander. Natürlich muss sich deren Landtagsfraktion dann weiter kritische Fragen gefallen lassen wie zu den verstörenden Kontakten ihres Chefs zu einer inzwischen verbotenen rechtsextremen Gruppe.