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| 21:00 Uhr

Kommentar
Tiefschlag statt Aufbruch

Jan Siegel
Jan Siegel FOTO: LR / Sebastian Schubert
Enttäuschung und Ratlosigkeit – das sind die beiden Begriffe, die am Dienstag in der Lausitz am häufigsten zu hören waren, als es um die neuen Schwerpunkte im Bundesverkehrswegeplan 2030 ging.

Keines der Projekte, das die Länder Brandenburg und Sachsen für die Region für wichtig halten, hat es auf die Wichtig-Liste von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer geschafft. Ganz und gar unsichtbar bleibt in dem Plan bisher sogar das zweite Gleis von Cottbus nach Lübbenau.

Haben Scheuers Bundesverkehrsplaner ganz bewusst die Strukturwandel-Projekte ausgelassen, weil sie auf neue Bundesprogramme für die zum Wandel verdammten Regionen setzen? Beantworten konnte diese Frage bisher niemand.

Nun ist der Minister mit seinem Plan nicht der Hauptverantwortliche für die Bewältigung des Kohleausstiegs. Was er nun aber vorgelegt hat, das ist – wahrscheinlich nicht nur auf den ersten Blick – ein Tiefschlag für alle, die bisher die Hoffnung hatten, dass der Strukturwandel auch in der Lausitz zu einem Musterbeispiel für eine gesamtdeutsche Gemeinschaftsaufgabe werden kann.
jan.siegel@lr-online.de