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Abendland noch nicht am Ende

Im Osten sind weniger Frauen kinderlos als im Westen, sagt eine neue Statistik. Im Osten nimmt die klassische Familie aus verheiratetem Paar mit Kindern weniger stark ab als im Westen. ckz1

Die Statistik zeigt aber auch: Im Osten ist die klassische Familie mit verheirateten Eltern sowieso viel seltener als im Westen - sie macht hier nur noch die Hälfte aller Erscheinungsformen von Familie aus. Mütter gibt es trotzdem mehr. Wie geht das zusammen?

Familie ist ein Reizthema, nicht nur am Küchentisch. Im Bundestagswahlkampf spielt die Familie - neben der Sicherheit - häufig eine Rolle auf Marktplätzen, im Netz und in Talkshows. Es geht um mehr Geld. Wie Mütter besser arbeiten können. Wie Väter sich mehr am Haushalt beteiligen. Wie Chefs endlich kapieren, dass beides gehen muss. Bei alledem geht es immer um eine Frage: Wie wir uns Familie für die Zukunft eigentlich vorstellen. Die Antwort steht noch aus. Aber vielleicht hilft einstweilen die Einsicht aus der Statistik weiter: Das Abendland geht nicht unter, bloß weil weniger Leute heiraten.

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