Das Problem besteht darin, dass der Wolf längst nicht mehr nur eine Märchenfigur ist, sondern mancherorts wieder sehr real. Das mag zum einen für den Naturschutz sprechen. Das bringt zum anderen aber auch eine Menge Verunsicherung mit sich. Und die Frage, wie man ihr abhelfen könnte. Ein spezielles Beratungszentrum, wie es Bundesumweltministerin Barbara Hendricks jetzt angeschoben hat, kann da sehr hilfreich sein. Insbesondere dann, wenn damit Wissenslücken geschlossen werden. Wann ist ein Wolf verhaltensauffällig? Wie können Bauern vor dem Verlust ihrer Schafe geschützt werden? Und war das überhaupt ein Wolf, der da vermeintlich vor einer Kita aufgetaucht ist?

Die neue Behörde muss daher nicht nur Vorurteile abbauen helfen, sondern auch die Gefahren ernst nehmen. Einigermaßen beruhigend immerhin, dass in Deutschland bislang noch kein einziger Wolfsangriff auf einen Menschen dokumentiert wurde - auch wenn die Gebrüder Grimm da ganz anderes erzählt haben.

politik@lr-online.de