Zu sehr fürchtet man offenbar um ein gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl im Herbst, nachdem die CDU bereits angekündigt hatte, das Landesthema Kommunalreform mit dem Bundestagswahlkampf zu vermischen. Immerhin: Die Verschiebung bietet den Landkreisen und kreisfreien Städten die Möglichkeit, ohne Zeitdruck ihre Einwendungen gegen die Woidke-Reform zu formulieren. Und das ist gut so. Denn der von Rot-Rot geplante Murks wird weder zu einer leistungsfähigeren Verwaltung beitragen, noch das Land im Zeitalter des demografischen Wandels nennenswert voranbringen. Woidke und sein Kabinett sollten den Praktikern der kommunalen Basis deswegen nicht nur Zeit für Einwendungen geben. Sie wären gut beraten, auf diese Einwände dann auch zu hören.

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