Zwei Prozent weniger, das ist nicht schlimm, gemessen an der konjunkturellen Lage - andere Branchen hat es ärger getroffen - und der Erfahrung, dass sich der Euro noch viel schneller dünne macht im Portemonnaie als die einst geliebte D-Mark.
Bücher sind ja nicht eben billig - obwohl bei ihnen wegen der Preisbindung richtig umgerechnet wurde. Dass die meisten Menschen dennoch nicht auf sie verzichten wollen, lieber an anderen Dingen sparen, stimmt zuversichtlich. Auch wenn es nicht immer die hehre Literatur war, die es in den Kassen klingeln ließ. Wenn Tausende Menschen eben wissen wollen, was Dieter Bohlen in „Nichts als die Wahrheit“ über sich und Verona zu tratschen hat - warum nicht?
Es ist in der Kunst - nicht nur in der Literatur - doch schon immer so gewesen, dass das Triviale das Erhabene sponsert. Das hält Steven Spielberg so, der mit den Einnahmen von „Jurassic Park“ andere Projekte wie seine Shoah Foundation finanziert. Selbst der große Picasso war sich in jungen Jahren nicht zu fein, das zu malen, was seine Auftraggeber wollten - gegenständlich, obwohl er sich längst dem Kubismus zugewandt hatte.
Ein Beinbruch ist das mit Bohlen also nicht. Und vielleicht schlägt Verona ja 2003 zurück - der Bilanz wegen.