Sie kaufen in ihrem Laden Schreckschuss-, Signal- und Reizstoffwaffen. Pfefferspray rangiert ganz weit vorn.

Überrascht kann die Politik von diesem Trend nicht sein. Denn es hat nicht die Übergriffe in der Silvesternacht in Köln oder die Terrorattacken von Paris gebraucht, unter denen das subjektive Sicherheitsgefühl der Deutschen gelitten hat. Gerade vor dem Hintergrund der Polizeireformen in Sachsen und Brandenburg ist zu konstatieren, dass die Hilferufe aus der Grenzregion an der Neiße viel zu spät gehört wurden. Einbruch und Diebstahl gehören dort zur Tagesordnung. Die Angst vor dem Ungewissen kam für viele mit den Flüchtlingen hinzu. Jetzt werden weniger Polizistenstellen abgebaut als geplant. Unsicherheit aber bleibt. Der Staat muss das Vertrauen, dass er für die Sicherheit seiner Bürger sorgt, zurückgewinnen. Es gibt nur diesen Weg. Bewaffnung ist keine Lösung.

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