Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben gegen ein Unternehmen aus Schleswig-Holstein, das von Januar 2004 bis zum Januar 2005 insgesamt 84 Tonnen verdorbenes Putenhackfleisch aus Dänemark an eine Handelsfirma in Gelsenkirchen geliefert haben soll. Der Kieler Oberstaatsanwalt Uwe Wick sprach von einem "fehlenden Puzzlestück" in den Ermittlungen. Der Weg, den das Putenhackfleisch genommen habe, sei nun geklärt. Es sei zu lange gelagert worden und habe deshalb entsorgt werden müssen.
Der Deutsche Bauernverband (DBV) zeigte sich derweil überzeugt, hinter den jüngsten Fleischskandalen stecke systematisch kriminelles Vorgehen einzelner Händler. (AFP/ab)