Dadurch habe man eine drohende "beschämende Niederlage" für Vizepräsident Richard Cheney verhindern wollen, zitierte die "New York Times" gestern Vertreter der demokratischen Opposition.
Cheneys Büro ist zudem nach Angaben eines ehemaligen ranghohen Beamten des US-Außenministeriums verantwortlich für Anordnungen, die US-Soldaten zur Folter von Gefangenen im Irak und in Afghanistan veranlasst haben. Oberst Lawrence Wilkerson erklärte, er habe eine Reihe von Aktennotizen und Anordnungen zum fragwürdigen Umgang mit Gefangenen entdeckt. Wilkerson belastete auch Cheneys neuen Stabschef David Addigton. Außerdem warf er dem Vizepräsidenten vor, den Nationalen Sicherheitsrat ausspionieren zu lassen.
Der Wirbel um Berichte über angebliche CIA-Geheimgefängnisse in Osteuropa hält indes an. Die US-Regierung verweigert nach wie vor eine offzielle Stellungnahme. Die EU-Kommission erklärte, es gebe keine Belege für die Existenz von Geheimgefängnissen des US-Geheimdienstes CIA in den neuen EU-Staaten oder Beitrittsländern.
(dpa/AFP/ab)