Bisher sei aber nicht bekannt, ob das Fleisch in den Handel gelangt sei. Damit ist seit Ende August nach den Gammelfleischfunden in Gröbenzell, München und Metten der vierte Fall aufgedeckt worden.
Ferner wurde bekannt, dass die Großmetzgerei aus Metten wesentlich mehr Betriebe mit verdorbenem Fleisch versorgte als bisher angenommen. Nach gestrigen Angaben der Ermittler belieferte das Unternehmen 470 Abnehmer in Bayern, aber auch in Baden-Württemberg, in EU-Ländern sowie in Hongkong. Bislang war die Sonderkommission "Fleisch" von 326 Handelspartnern ausgegangen. Der 53-jährige Inhaber habe jahrelang mit verdorbenen Lebensmitteln gehandelt, hieß es. Mehr als 40 Tonnen Fleisch waren sichergestellt worden. Die Ware ist teils drei Jahre alt. Der Anwalt des Mannes hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
In Baden-Württemberg wurde nach dem bayerischen Gammelfleischskandal weiteres verdorbenes Fleisch entdeckt. Nach dem Fund von sechs Kilogramm Ekelfleisch in Stuttgart habe bei 15 weiteren von insgesamt 111 Proben die Geruchs- und Geschmacksprüfung einen Verdacht auf Gammelfleisch ergeben, teilte gestern das Agrarministerium in Stuttgart mit.
Die Regierung von Oberbayern entband den Leiter des staatlichen Veterinäramtes in München von seinen Aufgaben. Die Behörde bestätigte entsprechende Presseberichte.
Bei dem im Güterverkehrszentrum Großbeeren (Teltow-Fläming) sichergestellten Tiefkühlfleisch aus Bayern gab es für die Prüfer des brandenburgischen Landeslabors nichts zu beanstanden. Es seien keine Kennzeichnungsmängel an der Umverpackung erkennbar und das Mindesthaltbarkeitsdatum sei auch nicht überschritten, teilte gestern das Verbraucherschutzministerium mit. Manipulationen seien nicht erkennbar. (dpa/ab)