Denn von der Akzeptanz der Bevölkerung her ist Leipzig spitze.
Doch dafür allein oder für vermeintliche „Aufbauhilfe Ost“ gibt es keinen Bonus. Wenn am 12. April die Außerordentliche NOK-Vollversammlung den Sieger kürt, geht es in erster Linie um internationale Kriterien, die das IOC vorgibt. Hamburg vor Leipzig, so punktete die Evaluierungs-Kommission in ihrem gestrigen Bericht. Eine Rangfolge sei das nicht, beeilte sich das NOK festzustellen. Angesichts der Benotung bis auf zwei Stellen hinter dem Komma mag das ein wenig komisch klingen. Ist es aber nicht. Denn der eigentliche „Scharfrichter“ am 12. April sind die 32 olympischen Sportverbände. Von deren Votum hängt viel ab. Keine Frage, dass jetzt das große Buhlen um die Gunst der Verbände beginnt. Auch Leipzig mit seinem Top-Konzept hat es in der Hand, beim Finale die Juroren von Goethes Worten zu überzeugen.