Geld regiert die Welt. Wie oft hat sich dieser Spruch schon bewahrheitet. Kein Wunder, leben wir doch in einer kapitalistischen Welt. Höher, schneller, weiter – nicht nur bei den Sportlern im WM- oder Olympiamodus ist das angesagt.
Ein Teil dessen ist auch das Gesundheitssystem. Es muss wirtschaftlich funktionieren und im besten Fall noch Gewinn machen. Und im allerbesten Fall, Patienten helfen, gesund zu werden oder gesund zu bleiben. Dass da kleine Krankenhäuser eine andere Rolle spielen als große ist schon klar – allein, was die Qualifizierung betrifft. Doch kleine Häuser sind gerade für die Grundversorgung wichtig und nicht wegzudenken. In diesen Tagen wird das in Weißwasser mehr als deutlich.
Es wird aber auch deutlich, das die Corona-Pandemie eine Wunde offen legt. Von Ärztemangel ist bereits länger die Rede. Doch Schwesternmangel ist genauso ein Problem. Wo soll das hinführen, wenn keiner mehr Krankenschwester oder Pfleger werden will?
Für Sibylle Busse hat das etwas mit der grundsätzlichen Wertschätzung des Berufes zu tun. Immer weniger Leute müssen mehr schaffen – nicht nur am Patientenbett, sondern auch beim Thema Dokumentation. Die frisst Zeit, wird aber gebraucht, damit das Krankenhaus seine Fälle abrechnen kann.
Was übrigens ein hochkomplexes Thema ist und für Laien kaum noch nachvollziehbar scheint.
Am Ende geht es also doch wieder ums Geld. Gesund ist das nicht.
regina.weiss@lr-online.de

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