Auf diesen Spitzenplatz würde man in Forst sehr gern verzichten. Die Stadt ist beim Rauschmittelkonsum im Spree-Neiße-Kreis ein Schwerpunkt. Das hat jüngst die Polizei mit aktuellen Zahlen untermauert. Das wissen aber vor allem diejenigen, die täglich mit Menschen zu tun haben, die von Rauschmitteln oder Alkohol nicht mehr wegkommen: die Sozialarbeiter in der Suchtberatungsstelle in Forst. Wer den Weg in die Kleine Amtstraße 2 gefunden hat, der hat einen ersten, für viele sehr schwierigen Schritt bereits erfolgreich absolviert. Denn noch immer scheuen Betroffene davor zurück, sich jemanden anzuvertrauen, nach Rat zu suchen. Schon das Sprechen über eine Drogensucht ist häufig mit einem Tabu belegt. Der Tannenhof Berlin-Brandenburg als gemeinnütziger Träger der Einrichtung bietet mit dem Live-Chat inzwischen eine weitere, noch niederschwelligere Möglichkeit an, den Kontakt aufzunehmen. Er hat darüber hinaus in der Region inzwischen ein großes Netzwerk aufgebaut, kooperiert mit Kreis und Stadt, regionalen Krankenhäusern oder niedergelassenen Ärzten. Doch welche Erfolgschancen hat denn eine Beratung oder Behandlung? Dafür gibt es Zahlen, denn die Ergebnisse der Beratung und Behandlung von Suchterkrankungen sind sehr gut wissenschaftlich dokumentiert. In vielen Untersuchungen zeigt sich, dass etwa zwei Drittel aller Klienten, die sich selbst zu einer Beratung oder Behandlung entschlossen haben, von dieser profitieren, heißt es etwa bei der Suchtberatung der Caritas. Eine Zahl die zeigt, wie wichtig diese Angebote sind.

Rauschmittel und Alkohol sind Hauptproblem Forst erweitert Suchthilfe

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