Es werde Licht, heißt es allabendlich bei Einbruch der Dunkelheit. Ein Umstand, der nicht selten geradezu als Selbstverständlichkeit hingenommen wird. Wenn das natürliche Licht nicht mehr genügt, müssen Laternen eben nachhelfen. So zumindest der Irrglaube vieler Leute. Hinterfragt wird dies meist erst dann, wenn die Umstände sich ändern. Das Licht plötzlich nicht mehr leuchtet oder die Lampe von altbekannter Stelle verschwindet – wie im Schäfereiweg geschehen. Im Zuge von Umrüstung wurde dort nämlich eine Laterne versetzt. Die Entrüstung ließ nicht lange auf sich warten. Schließlich hätte sie ja schon immer dort gestanden und sowieso sei es vor eigenen Haustür nun immer stockduster. So der Tenor. Dabei hat die Straßenbeleuchtung, wie es der Name schon verrät, sich primär doch um die Beleuchtung der Straße zu kümmern. Natürlich war es bequem – jahrelang – auch das eigene Grundstück beleuchtet zu bekommen. Immerhin ließ sich so eine eigene Lampe locker einsparen. Aber ein Recht darauf gibt es nicht. Mehr noch, dieser Schritt, also die Versetzung, geschieht ja nicht auf Gutdünken. Effizienz und Umweltschutz lauten die Zauberwörter. Einsparung von CO2 ist mittlerweile vielerorts das A und O – dank LED-Technik kein Problem. Der Umwelt zuliebe sollte man seinen Groll also besser „runterschlucken“ und sich stattdessen vor Augen führen, es wird etwas getan und nicht weiter wie bisher agiert. So, als gebe es kein morgen. Diese Zeit ist längst vorbei und dabei sollten bestenfalls alle mitwirken.