Lübbens Verwaltung legt Ideen vor, wie an den beiden städtischen Schulen Platz für jeweils drei statt bisher zwei Klassen pro Jahrgang geschaffen werden kann. Endlich möchte man ausrufen. Denn auf die wachsende Zahl der Erstklässler haben Stadtverordnete wiederholt hingewiesen. Bisher waren die Rufe ignoriert worden oder die Ideen der Stadtverordneten stellten sich als nicht umsetzbar heraus. Eigene Vorschläge machte die Bauverwaltung nicht. Ein Grund dürfte noch immer nicht völlig abgewendete Unterbesetzung sein. Wer nur Pflichtaufgaben erledigen muss, hat den Kopf nicht frei für Projekte, deren Umsetzung in einer unbestimmten Zukunft stattfindet.
Bewegung kam erst ins Bauamt, als Fördergelder in Aussicht gestellt wurden, die für den Anbau eines Flügels an der Liuba-Grundschule fließen könnten. Aber nun wird die Zeit knapp. Nach der Beauftragung bleiben dem Architekturbüro bis Oktober drei Monate, um Entwurfsplanung und Kostenberechnung vorzulegen. Zeit für Diskussionen bleibt da nicht. Hoffentlich ist die Verwaltung im Fall der Schulen nicht zu spät aufgewacht, denn in den nächsten sechs Jahren wird es in Lübben genügend Grundschüler geben, um in vier Jahren jeweils fünf erste Klassen zu bilden.