Das Verhalten vom Eigentümer des Lübbenauer Kolosseums mutet etwas grenzwertig an. Wenn Matthias Schrade schon Kündigungen für einige Händler im Objekt ausspricht, sollte er den Betroffenen möglichst persönlich Rede und Antwort stehen. Und ehrlich die Gründe für die Kündigungen kommunizieren. Nichts dergleichen ist passiert, wie die Inhaberin des Reisebüros im Haus berichtet. Verabredete Termine wurden negiert. Der Verdacht liegt nahe, dass Schrade den Umbau des Obergeschosses nutzen will, um sich in diesem Zuge einigen, offenbar „lästigen“ Mietern zu „entledigen“. Zwischen ihnen und der Hausverwaltung soll es Streit gegeben haben. Dem wolle Schrade auf diese Weise ein Ende setzen. Drei Geschäften habe er bereits gekündigt, obwohl die gar nicht in dem vom Umbau betroffenen Bereich liegen. Im neuen Flächenkonzept sei für diese Geschäfte kein Platz mehr, begründet der Eigentümer seine Pläne. Auch der Lübbenauer Karneval Club musste raus, hat sich inzwischen aber ein neues Domizil gesucht. Unstrittig hingegen ist, dass der Bauzustand des Gebäudes nach 25 Jahren nicht mehr gut ist und etwas passieren muss. So denken überwiegend auch die Händler. Sie hätten sich allerdings eine bessere Kommunikation gewünscht. Denn egal, wie man das Thema dreht, die Sache bleibt ein wenig nebulös.