Eigentlich überrascht es nicht, dass die Lausitzer Unternehmen mit Sorgen in die Zukunft blicken. Der Strukturwandel und seine noch unklaren Folgen und Risiken lassen kaum Platz für Optimismus. Die Angst, dass mit dem Ende der Braunkohle die Lichter in der Lausitz ausgehen, ist groß. Welche gravierenden  Auswirkungen schon geringfügige Verschiebungen in den Märkten für Mittelständler haben können, verdeutlicht das Beispiel Trevira. Die Automobilbranche schwächelt und mit ihr das Werk in Guben. Kurzarbeit bedeutet für die Mitarbeiter auch, weniger Geld in der Tasche zu haben. Das hebt keinesfalls die Stimmung. Und trotz alledem sind die aktuellen Wirtschaftszahlen gut: 93 Prozent aller befragten Betriebe sind mit ihren Geschäften zufrieden. Noch immer profitiert der Handel von einer hohen Konsumnachfrage und das Baugewerbe vom anhaltenden Bauboom. Die Stimmung bei den Dienstleistern ist gut, die Inlandsnachfrage bei den Industriebetrieben stabil. Das gibt Hoffnung. Genau wie die steigende Zahl der Rückkehrer, die mit neuen Ideen an den Start gehen und einen durchweg positiven Blick auf die Region haben. Deren Potenzial sollte nicht unterschätzt werden. Hier könnten neue Arbeitsplätze entstehen, auf die die Lausitz so dringend angewiesen ist. Deshalb sollte sie auch bei der Verteilung von Strukturförderhilfen nicht unter den Tisch fallen.