Ein großer Hund, der doch zuerst erschreckt, wenn er herrenlos im Wald auftaucht, weckt das Mitgefühl und die Fürsorge. Wie lange er bereits umherirrt, weiß derzeit niemand. Warum er das tut, auch nicht. Was ihn so scheu werden ließ, wird vielleicht nie herausgefunden. Doch eine Familie hat beschlossen, dem Tier zu helfen. Der Stoff für einen Film im Weihnachtsfernsehprogramm?

Für die Mitarbeiter im Tierschutzligadorf an der B 97 in Groß Döbbern ist das immer wieder Realität. Dass sie solche Tiere schnell einfangen, sie dem Tierarzt vorstellen, einen Pferde- oder speziell einen Hundeflüsterer in ihren Reihen haben und das Fell wieder zum Glänzen bringen, wird erwartet. Aber das ist gar nicht so einfach. Im Gebiet zwischen Pulsberg und Terpe ist es schon ein Abenteuer, ausgebüxte Kühe einzufangen. Und nun irrt da ein Schäferhund umher, der die Menschen scheut? Wäre er gefährlich für den Straßenverkehr oder würde er gar Spaziergänger attackieren, könnte man die Polizei oder das Ordnungsamt rufen. Aber um einem scheuen und wohl auch erschöpften Hund zu helfen, müssen sich Menschen ein Herz fassen uhnd Ideen haben. Und plötzlich ist das Thema „Silvester-Böller und Haustiere“ nicht mehr nur die alljährliche Zeitungsgeschichte mit Tipps für Tierhalter zwischen den Feiertagen. Sondern sie erzählt das Schicksal eines Fundhundes von nebenan. Bleibt zu hoffen, dass er sich noch rechtzeitig finden lässt.