Offenbar haben Schüler aus Ortsteilen wie Gebersdorf oder Rietdorf Pech, wenn sie sich für das Luckauer Bohnstedt-Gymnasium im Nachbarkreis Dahme-Spreewald entscheiden. Sie müssen sich von Eltern oder Opa bis Dahme kutschieren lassen, um pünktlich mit dem Bus zum Unterricht zu kommen. Einen Spezialverkehr als Zubringer zahlt der Landkreis Teltow-Fläming nicht. Er verweist auf die Schülerbeförderungssatzung, wonach nur für die nächst erreichbare Schule aufzukommen sei, in dem Fall das kreiseigene Gymnasium von TF in Jüterbog. Dabei unterscheiden sich beide Entfernungen kaum voneinander. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.

Mag die Entscheidung auch satzungskonform sein, so macht sie doch betroffen. Denn Dorfbewohner fühlen sich einmal mehr abgehängt. Zwar haben hier wie in der Großstadt Familien die Wahlfreiheit für eine weiterführende Schule. Doch, und das räumt selbst der Kreis ein, ist diese praktisch nichts wert, wenn die Schule mit dem Bus nicht erreichbar ist. Es müssen Lösungen her. Darüber sollten sich alle, die politische Verantwortung tragen, Gedanken machen. Denn von Sonntagsreden, der Öffentliche Personennahverkehr müsse gestärkt werden, lassen sich junge Familien kaum in den Dörfern halten. Für sie zählen die reellen Chancen für ihre Kinder.