Das Gefühl der Hilfslosigkeit ist im Lausitzer Seenland verbreitet, wenn es um die Entwicklung der Flächen rund um die vielen Bergbaufolgeseen geht. Spreetals Bürgermeister Manfred Heine ist einer, wie auch Elsterheides Verwaltungschef Dietmar Koark, der Jahr für Jahr betont, dass Entscheidungsprozesse schneller werden müssen und dass auch Verwaltungshandeln außerhalb der Seenland-Kommunen deutlich beschleunigt werden muss.

Denn: Je länger es dauert, bestimmte Filetstücke im Lausitzer Seenland zu entwickeln, umso eher sinkt einerseits die Motivation der Handelnden und andererseits der Glaube von Investoren, die bereit sind, dem Seenland auf sächsischer Seite auf die Beine zu helfen.

Ein weiteres Problem ist: Das Lausitzer Seenland ist – neben dem Leipziger Neuseenland – der erste Versuch, eine ganze Region vom Bergbaurelikt zum Urlaubsparadies zu machen. Es gibt keine Blaupause und es gibt kein Vorbild. Viele Dinge, die im Lausitzer Seenland passieren, geschehen in einem solchen Zusammenhang zum ersten Mal. Das hilft allerdings weder Manfred Heine noch den Anrainern auf der Burger Seite des Scheibesees weiter. Sie müssen erfahren – und erfahren es längst – dass es bis zum Finale und bis zur Umsetzung ein gefühlt zu langer Weg ist.