Das Schützenhaus ist ein Stück Dahmer Geschichte. So ist die Anteilnahme vieler Bürger an seinem Schicksal verständlich. Und auch die Sehnsucht, es möge dort noch einmal so schön wie früher sein. Doch lassen die kläglichen Reste des einstigen Prachtstücks unwillkürlich an die Weisheit denken: Das Leben ist kein Wunschkonzert. Soll heißen: Wo gibt es heute noch die rauschenden Feste? Zum Fasching vielleicht - aber sonst? Wer würde in den Kulturtempel strömen, wenn es ihn noch einmal gäbe? Wer die Plätze der Gaststätte füllen, auf die ein Betreiber wohl wirtschaftlich angewiesen wäre? Es genügt ein Blick auf den Luckauer Schlossberg, um zu sehen, mit welchem enormen finanziellen Aufwand für die Stadt selbst ein bereits saniertes und bis heute genutztes Haus über die Runden zu bringen ist. Wer in Dahme bedauert, es sei hier schon vieles verschwunden, hat irgendwo Recht. Aber zur Fairness gehört es auch, zu sehen, was die kleine Stadt sich im Vergleich zu ähnlichen Städten an Kultur- und Freizeitangeboten noch leistet. Einen Tierpark, ein Museum, zwei Schwimmbäder, die Sportwelt, die Schlossruine als besondere Eventstätte. Lasst uns doch die Kraft erst einmal in den Erhalt dieser Dinge stecken, hat ein Facebook-User angemahnt. Da bleibt nur noch hinzu zu fügen: Statt aus Emotionen (oder gar aus parteipolitischem Kalkül?) Vergangenem nachzutrauern, sind Ideen für die Zeit nach dem Schützenhaus gefragt. Von Parteien und Bürgern.