Schnelle und moderne Verkehrsverbindungen sind eine Chance, wenn ländliche Regionen wie die Lausitz und der Landstrich an Elbe und Elster tatsächlich eine faire urbane und wirtschaftliche Perspektive haben sollen. Die Erreichbarkeit der boomenden Metropolen wird überlebenswichtig für die Provinz. Die Realität in der Schrumpfregion Lausitz zeigt die verheerenden Folgen des Kahlschlags der vergangenen Jahrzehnte auch bei der Bahn und im öffentlichen Nahverkehr.

Wer bald von Elsterwerda nicht mal 45 Minuten bis in die Dresdner City braucht oder nach Berlin wenig mehr als eine Stunde, kann dort leben, wo Mieten und Bauplätze bezahlbar sind – übrigens auch für Unternehmen. Die finden damit auch leichter Fachleute aus den Uni-Städten.

Klar, eine einsame IC-Nord-Süd-Verbindung im Zwei-Stunden-Takt östlich der Mega-Schnelltrasse Berlin-Leipzig-München – mehr ist es nicht – ist keine „Mars-Mission“. Aber es ist eine Bahnfahrt in die richtige Richtung. Weiter ostwärts wird’s noch viele Jahre im Regionalzug-Tempo gehen müssen. jan.siegel@lr-online.de