Die Spreewelten und die Stadt Lübbenau scheinen alles richtig gemacht zu haben. Die Gäste- und Umsatzzahlen für die ersten Monate nach der Badwiedereröffnung beziehungsweise der Hotelneueröffnung könnten besser kaum sein. Die 24 Millionen-Euro-Investition am Rande der Neustadt mochte Außenstehenden gewagt, vielleicht sogar abenteuerlich erscheinen. Die Lübbenauer sind aber vermutlich eher gelassen an das Großprojekt ran gegangen, im Vertrauen auf eine gute Grundidee. Zwei bewährte touristische Attraktionen wurden miteinander verzahnt: der Spreewald und das Schwimmen mit Pinguinen. Beides gab es im Spreeweltenbad schon vorher in direkter Nachbarschaft. Im Bad trafen Gäste auf die Pinguine, im Saunadorf auf den Spreewald. Durch den Ausbau des Bads wurde aber erst die einzigartige Kombination geschaffen – und durch ein Hotel im Stil eines Spreewald-Gutshofs noch erweitert. Was Stadt und Spreewelten in Lübbenau bieten, gibt es in dieser Form nirgendwo sonst. Gäste kommen bis aus Israel in die Spreewaldstadt mit den Pinguinen. Es ist jetzt die Frage, ob die erfreulich vielen Gästen auch einen guten Eindruck mit nach Hause genommen haben und mit Mundpropaganda das Marketing unterstützen. Denn klar ist auch: Lübbenau braucht die gute Auslastung nicht nur 2019, sondern auch auf lange Sicht.