Egal wie schön die Zeit zu Hause ist. Meist wollen oder müssen Väter und Mütter irgendwann nach dem ersten, zweiten oder dritten Geburtstags des Sprösslings wieder arbeiten gehen. Leichter fällt es ihnen, wenn sie den Nachwuchs in der Kita gut betreut wissen. Schwierig nur, wenn dieser Plan nicht aufgeht, weil wie im Fall von Lübben kein einziger Kita-Platz zur Verfügung steht.

Wer Schuld an dieser Misere hat, ist den betroffenen Eltern dabei herzlich egal. Genauso wie für sie nicht wichtig ist, seit wann das Problem eigentlich bekannt ist. Für Eltern zählt allein, dass sie zum gewünschten Termin einen Kita-Platz für ihr Kind bekommen. Die Stadt muss jetzt rasend schnell eine Lösung finden, denn sollte sich herumsprechen, dass in Lübben die Kita-Plätze knapp oder überhaupt nicht zu kriegen sind, wählen Eltern andere Wohnort. Und wer sich einmal eingelebt, der zieht nicht mehr um. Für Lübben könnte dann der Traum von der 15 000-Einwohner-Stadt schnell vorbei sein. Sorgen um fehlende Kita-Plätze bräuchte man sich auch nicht mehr zu machen.