Das Sicherheitsgefühl der Menschen lässt sich nicht messen, sein Verlust sich oft nicht erklären. Das ist das Problem mit Gefühlen, sie haben nichts mit Fakten zu tun. Die hat dagegen die Stadt Cottbus gemeinsam mit der Polizei geschaffen. Vor einem Jahr nahmen sie gemeinsam das Sicherheitszentrum in der Innenstadt in Betrieb – unter der Regie des Rathauses.

Dabei kann der Ort kaum unspektakulärer sein. Es handelt sich um ein Büro und zwei anschließende Räume. Schlicht gehaltene 70 Quadratmeter und ein Fenster, an dem ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes oder eine Beamtin der Polizei zuhört. Genau das ist entscheidend. Verwaltung und Polizei bekommen hier ein freundliches Gesicht. Im Idealfall kann den Menschen, die ein Problem vortragen, schnell geholfen werden. Ansonsten können Hinweise an die richtigen Stellen im Rathaus weitergeleitet werden. So fühlen sich die Menschen ernst genommen. Das lässt das Sicherheitsgefühl wachsen. Allein das Wissen um diesen Ort hilft vermutlich schon dabei. Auch wenn die einzelen Abteilungen im Rathaus immer für Hinweise der Bürger offen sind, so ist doch die Organisation der Verwaltung für die meisten Menschen außerhalb der beiden Rathäuser nicht verständlich. Das Sicherheitszentrum ist diesbezüglich klar und einfach. Das ist auch sein Erfolg.
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