Bad Liebenwerda hat es am Wochenende gewagt. Eine Sommerparty im Kurpark. Mit Corona-Auflagen natürlich: maximal 1000 Gäste, Zählkontrolle an der Einlassschleuse, Fiebermessen, eingezäunter Bereich.
Verzichtet wird auf Mund-Nasenschutz und die Registrierung der Partyteilnehmer. Ansonsten genügend Security und das Hoffen auf Einsicht beim Abstandhalten. Erste Beobachtung: Viele Gäste nutzen das bereitgestellte Desinfektionsmittel am Eingang. Das Roland-Kaiser-Double findet zu nahezu jedem Titel eine Corona-Beziehung. Zum Beispiel so: „Wenn eben der oder die Tanzpartner/in nicht umarmt und geküsst werden kann, wie wär’s denn mal mit zärtlich durch die Haare fahren?“ Naja.
Zweite Beobachtung: Was im vergangen Jahr der Partykracher war, läuft verhalten an. Nicht einmal die 1000 Gäste werden erreicht. Die Tanzfläche ist voll. Gedränge gibt es aber nicht. Halten die Menschen sich inzwischen von selbst von großen Ansammlungen fern? Das Wonnemar in Bad Liebenwerda macht ähnliche Erfahrungen. Auch dort steigt die Besucherzahl nach Wiedereröffnung nur ganz verhalten an.
Dritte Beobachtung: Die, die da sind, wollen Party. „Endlich wieder ein Stück Normalität“, ist oft zu hören. Die Einlasskontrolle bestätigt, dass niemand gemotzt habe wegen Fiebermessen und Zählkontrolle. Können Veranstalter solche Events also wagen? Diese Frage kann wohl erst in ein paar Tagen beantwortet werden. Wenn Bad Liebenwerda eben nicht zum Corona-Hotspot geworden ist. frank.claus@lr-online.de