Zum Glück gibt‘s die Bauwirtschaft. Trotz Corona-Lock-down drehen sich auch auf den Baustellen auch in Südbrandenburg und Ostsachsen viele Kräne. Die bei den meisten Baufirmen seit Monaten vollen Auftragsbücher mit fast immer langfristigen Projekten und Investitionen sorgen dafür, dass es in der Lausitzer Wirtschaft durchaus einige Hoffnungsschimmer gibt.
Aber die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Cottbus beweist einmal mehr, wie wichtig doch die Breite der wirtschaftlichen Basis einer Region ist. Denn das Bauen alleine ist kein Selbstzweck. Eine Erweiterung oder Neuinvestition realisiert nur der Unternehmer, der auf Wachstum auch in der Zukunft setzt. Und auch wer ein Eigenheim baut, ist zuversichtlich, dass sein Einkommen in den nächsten Jahren reicht, um die Kredite zu bedienen.
Die Coronakrise hat zum Glück nicht alle Branchen gleichermaßen hart getroffen. Deshalb ist eine möglichst große Diversität langfristig so wichtig in einem regionalen Wirtschaftsgeflecht. Ökonomische Mono-Strukturen sind verhängnisvoll.
Daher reicht es auch in Zukunft nicht, in der Lausitz allein nur das glitzernde Seenland mit diversen Urlaubsbelustigungen zu sehen. Die Region muss vielseitig aufgestellt sein. Sie braucht Forschungseinrichtungen aus denen heraus ganz neue wirtschaftliche Unternehmungen entstehen. Sie braucht weiter starke industrielle Kerne, die in neue Geschäftsfelder investieren.
Die Coronakrise wird nicht die letzte Krise sein, die durchs Land rollt und auch dann wird es wieder Verlierer geben, aber eben auch Gewinner.